Hinweise

Die Vorteile von Yoga für das parasympathische Nervensystem

Die Vorteile von Yoga für das parasympathische Nervensystem



We are searching data for your request:

Forums and discussions:
Manuals and reference books:
Data from registers:
Wait the end of the search in all databases.
Upon completion, a link will appear to access the found materials.

Das parasympathische Nervensystem (PNS) und das sympathische Nervensystem (SNS) arbeiten zusammen, um Ihnen zu helfen, mit dem täglichen Leben fertig zu werden und darauf zu reagieren. Für viele Menschen bringt das tägliche Leben eine Vielzahl von Belastungen mit sich, die den SNS aktivieren. Laute Geräusche, blinkende Lichter, frustrierende Gedanken und Werbung für köstlichen gefrorenen Kaffee aktivieren die Sympathie-, Kampf- oder Flugmechanismen in Ihrem Körper. Der Neuropsychologe und Meditationslehrer Rick Hanson sagt, dass PNS und SNS wie eine Wippe verbunden sind. wenn einer hochgeht, geht der andere runter. Wenn Ihr SNS den ganzen Tag über ständig in Aktion tritt, können Ihre täglichen Erfahrungen zu einem Ungleichgewicht führen. Durch die Aktivierung des PNS stärkt Yoga seine Schaltkreise und bringt das Gleichgewicht in die Wippe.

Parasympathische Aktivierung

Viele Yoga-Übungen, einschließlich sanfter atembasierter Vinyasa und langsamer Zwerchfellatmung, aktivieren das PNS oder die "Ruhe- und Verdauungsmechanismen" des Körpers. Parasympathische Aktivierung ist der Grundzustand von Körper, Gehirn und Geist. Die PNS-Aktivierung senkt den Blutdruck und verlangsamt die Herz- und Atemfrequenz nach einem stressigen Ereignis. Zusätzlich wird der Blutfluss zu den Verdauungs- und Fortpflanzungsorganen und zum endokrinen und lymphatischen System umgeleitet, den Teilen Ihres Körpers, die zum Überleben nicht benötigt werden. Dr. Sarah Dolgonos beschreibt, wie der Körper Nährstoffe aus der Nahrung besser extrahieren und Toxine aufgrund der erhöhten Durchblutung effektiver eliminieren kann. Eine Yogapraxis ermutigt Sie, auf die Empfindungen in Ihrem Körper und Ihre Reaktionen auf diese Empfindungen zu achten. Menschen, die Yoga praktizieren, lernen auf diese Weise, stressverursachende Gedanken und Erfahrungen bewusst zu machen und anders zu reagieren, damit die Grundlinie des PNS beibehalten werden kann.

Sympathische Aktivierung und tiefere Entspannung

Nicht alles Yoga ist entspannend. Intensives Power-Yoga oder heiße Yoga-Kurse können das SNS tatsächlich aktivieren. Sympathische Aktivierung ist eine Änderung der PNS-Basislinie als Reaktion auf eine Bedrohung oder eine Chance. Timothy McCall, Autor von "Yoga als Medizin", sagt, dass, obwohl kräftige Übungen wie Sonnengrüße und einige Atemübungen den SNS stimulieren, Forschungen gezeigt haben, dass solche kräftigen Übungen, gefolgt von Entspannung, zu tieferer Entspannung führen als das Üben von Entspannung allein. Eine abgerundete Yoga-Praxis beginnt oft mit Sonnengrüßen und endet mit Savasana oder Meditation. Da Yoga sowohl eine sympathische als auch eine parasympathische Aktivierung umfasst, werden Ihr Körper und Ihr Gehirn in Bezug auf die PNS-Basislinie noch entspannter.

Meditation und das parasympathische Nervensystem

Meditation aktiviert das PNS auf verschiedene Arten. Indem Sie sich entspannen, Aufmerksamkeit auf den Körper lenken und Aufmerksamkeit von stressauslösenden Gedanken ablenken, wird das PNS beleuchtet. Hanson beschreibt, wie die Stimulierung des PNS durch Meditation die Stimmung erhöht, das Cortisol senkt, das Immunsystem stärkt und das physische und psychische Wohlbefinden steigert. Eine tägliche Meditationsübung, ob 20 Minuten oder eine Minute, stärkt das PNS.

Ein genauerer Blick auf Cortisol

Yoga stärkt nicht nur das PNS, sondern minimiert auch die Tendenz des Körpers, das SNS zu aktivieren. Yoga reduziert den Spiegel des Stresshormons Cortisol. Die Ernährungsanthropologin Linda Knittel beschreibt eine Studie des Thomas Jefferson Medical College in Philadelphia und der Yoga Research Society. Als die Forscher den Cortisolspiegel der Teilnehmer sowohl vor als auch nach einem Yoga-Kurs maßen, stellten sie einen signifikanten Rückgang nach dem Kurs fest. Da Yoga-Übungen das „Ruhe- und Verdauungssystem“ auslösen, können die regenerierenden Kräfte des PNS dazu beitragen, den Körper ins Gleichgewicht zu bringen.